Suce sur Erdre

2030

An Christi Himmelfahrt 2018 fuhren wir, wie alle vier Jahre, zu unseren Freunden nach Sucé-sur-Erdre.  Bereits auf der Hinfahrt mit zwei schönen großen Essenspausen konnten unsere neuen Mitfahrerinnen und Mitfahrer viele spannende Geschichten und Anekdoten aus fast 40 Jahren Partnerschaft hören. Mit etwas Verspätung trafen wir dann am späten Nachmittag in Sucé-sur-Erdre ein und wurden von unseren Gastfamilien, dem Bürgermeister Jean-Louis Roger und dem Partnerschaftsausschuss, vertreten durch Christine Hospital und Evelyne Bourgeois, herzlich empfangen. Wie Bürgermeister Jean-Louis Roger in seiner Begrüßungsrede sagte, hat sich seit unserem ersten Besuch 1981 bis heute Sucé-sur-Erdre stark verändert. Das ist zum einen an der Einwohnerzahl zu erkennen, die von damals ca. 4000   Einwohnern    auf heute   7500  Einwohner   stieg.   Damit erhöhten sich auch die Anforderungen

an kulturelle Einrichtungen und so wurden wir in der neu errichteten Médiathèque empfangen, in der z.B. auch Theater gespielt werden kann. Auch in diesem Jahr boten unsere Freunde uns wieder ein tolles und abwechslungsreiches    Programm.    So   führte    uns    der   gemeinsame Tagesausflug am Freitag in die Hauptstadt der Bretagne, nach Rennes. Zunächst konnten wir die Stadt erkunden: die verwinkelten Gassen, die traditionellen bunten Fachwerkhäuser, die  historischen   Kirchen   und Stadttore.  Zum gemeinsamen Picknick ging es in eine wunderschöne Parkanlage, den Thabor-Park. Dort wurden wir von unseren Gastfamilien mit Köstlichkeiten versorgt und die Kinder konnten auf dem Spielplatz ihre Kletterkünste erproben. Eine Führung durch das „Parlament“ im Zentrum     von     Rennes    rundete     den Stadtbesuch ab.  Das Parlament ist heute noch der höchste Gerichtshof der Region. Die Führung war sehr interessant und gab einen    Einblick   in    die    Geschichte    der Bretagne. Wie vor zwei Jahren in Bliesransbach, so wurde auch in diesem Jahr an die Kinder gedacht. Sie konnten in Rennes das „Le Laboratorium de Merlin“ besuchen.   Dort  gab   es   viele  wissenschaftliche   Dinge   spielerisch  zu entdecken. Der Abend und auch der Samstag standen dann zur freien Verfügung für unterschiedliche Unternehmungen mit den Gastfamilien. So besuchten die einen Nantes, andere machten einen Ausflug nach St.  Nazaire zu den U-Boot-Bunkern oder ans Meer nach La Turballe.  Auch wurde das Grab von Michel Tardiveau, einem Urgestein der Jumelage, der im letzten Jahr verstorben ist, besucht. Am Samstagabend feierten wir gemeinsam beim bunten Partnerschaftsabend zum Thema Antillen.  Zu Beginn des Abends wurden nach kurzen Dankesreden die Gastgeschenke (eine Fahne mit unserem Bliesransbachwappen   für   die  Gemeinde   und   Raaschbach-Memorys   für unsere Gastfamilien sowie regionale Spezialitäten und Tassen für uns) ausgetauscht.  Nach   einem   kleinen  Ständchen   von   Sängerinnen  und Sängern unseres Jungen Chores unter der Leitung von Hans Funk wurde zur Antillen -Live – Musik und ortstypischen Essen viel gefeiert und getanzt. Zu keiner Zeit hatte man das Gefühl, dass man sich seit zwei Jahren nicht gesehen hat. Wenn man diese Herzlichkeit und die Gefühle jemandem beschreiben soll, so fällt es einem schwer, dies in Worte zu fassen. Auch diejenigen, die zum ersten Mal mitfuhren, fühlten sich direkt in den Kreis aufgenommen und waren begeistert. Das schönste war, die Kinder zu beobachten, wie sie mit ihren neuen Freunden auch ohne große Sprachkenntnisse spielen. Alles in Allem kann man jedem empfehlen die Jumelage mit Sucé-sur-Erdre zu erleben. Die Einladung, uns in zwei Jahren zu besuchen, wurde bereits an unsere Freunde ausgesprochen und wir freuen uns auf ihren Besuch. Wir bedanken uns bei allen, die zum Gelingen der Fahrt und der Jumelage beigetragen haben.